#restartGastro - Perspektiven für einen achtsamen Neustart der Gastronomie schaffen

Wir machen mit!

Forderung

Eine breite Allianz aus Köchen und Restaurantbetreibern, der Großhandelsverband Foodservice, Großhändlern, Lebensmittelproduzenten, Küchenausstattern und Berater für die Gastronomie sowie Gastro-Fachmedien haben sich mit einem eindringlichen Appell an die Bundeskanzlerin gewandt. Sie kritisieren, dass im Rahmen der bisherigen Überlegungen zum Neustart des Wirtschaftslebens die Gastronomie keine Berücksichtigung gefunden hat.
Die Unterzeichner des offenen Briefes sehen zahlreiche der mehr als 220.000 Gastronomiebetriebe in Deutschland mit ca. 2,4 Millionen Beschäftigten zunehmender Perspektivlosigkeit und damit einem existenziellen Risiko ausgesetzt. Sie fordern deshalb von der Bundesregierung, einen Neustart einer im Sinne der Infektionsprävention verantwortungsbewussten Gastronomie zu ermöglichen und den Gastronomen damit eine gesicherte Perspektive zu geben.
Das soll bei den Beratungen der Bundesregierung mit den Landesregierungen am 30. April auf die Tagesordnung genommen werden. Außerdem setzen sich die Unterzeichner dafür ein, konkrete Fördermaßnahmen für die Gastronomie auf den Weg zu bringen, um die Vielfalt und Qualität der Gastronomie nachhaltig zu schützen. Gefordert wird die Erweiterung der Soforthilfen durch einen Gastronomie-Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen sowie eine zumindest zeitlich begrenzte Herabsetzung des MwSt.-Satzes auf 7% ab dem ersten Tag der Wiedereröffnung.

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#restartGastro

Begründung

• Die Gastronomie ist ein enorm wichtiger Teil unserer Gesellschaft und Kultur.** Sie bereichert durch ihre Vielfalt, Kreativität, Leidenschaft und Qualität das tägliche Leben aller Bürger und Bürgerinnen in Deutschland. Wir dürfen diesen wichtigen Teil unserer Lebensqualität nicht aufs Spiel setzen, zumal die Sehnsucht in der Bevölkerung stetig steigt: In zahlreichen Umfragen hinsichtlich der Dinge, die am meisten vermisst werden, rangiert der Restaurantbesuch auf den vordersten Plätzen.
• Gerade die kleineren und mittleren Gastronomiebetriebe sind verletzlicher als jeder Konzern.** Jede Woche der Schließung führt zu beträchtlichen Verdienstausfällen, wachsenden Liquiditätsengpässen und massiven Zukunftssorgen für die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie ihrer Familien. Das Fortdauern des Lockdowns wird zu einer nie dagewesenen Pleitewelle in dieser Branche führen.

Die Unterzeichner unterstützen das Bemühen der Bundes- und Landesregierungen, die Pandemie in Deutschland durch Maßnahmen der Kontaktreduzierung einzudämmen. Der „zerbrechliche Zwischenerfolg“, von dem die Bundeskanzlerin gesprochen habe, darf nicht gefährdet werden. Allerdings hat die Branche bereits verschiedene Schutzkonzepte vorgelegt, die weit über 1,5 m
Abstandsregelungen zwischen Tischen und Begrenzung von zwei Personen bzw. Familien pro Tisch hinausgehen. Sie umfassen maßgeblich erweiterte Hygieneanforderungen für Räumlichkeiten, Gästekontakt, Geschirr und Utensilien und Küchenmitarbeiter sowie klare Regeln für den Publikumsverkehr für Service und Gäste. Unter Anwendung dieser Konzepte kann eine sichere Wiedereröffnung der Gastronomie auf verantwortungsvolle Art und Weise ermöglicht werden.
Die Unterzeichner des Schreibens anerkennen zwar die bisher verabschiedeten Maßnahmen zur wirtschaftlichen Überbrückung der Corona-Krise, allerdings reichen diese für viele Gastronomen nicht aus. Ein wirkungsvolles Instrument der Stabilisierung stellt eine Erweiterung der Soforthilfen durch einen Gastronomie-Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen dar. Des Weiteren bietet eine zumindest zeitlich begrenzte Herabsetzung des MwSt.-Satzes auf 7% ab dem ersten Tag der Wiedereröffnung Möglichkeiten für eine Erholung der Branche sowie auch zur Sicherstellung der Rückzahlungen der KfW-Kredite.

Weitere Informationen findest du in der Pressemitteilung und auf
>>www.openpetition.de

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